Tomaten-Kokos-Suppe mit Korianderöl & Reisnudeln

Diese cremige Tomaten-Kokos-Suppe verbindet die fruchtige Säure reifer Tomaten mit der samtigen Tiefe von Kokosmilch zu einem unwiderstehlichen Geschmackserlebnis. Inspiriert von der thailändischen Tom Kha, bringt sie mit Galgant, Zitronengras und Kaffirlimettenblättern echte Südostasien-Aromen direkt in deine Küche. Das selbst gemachte Korianderöl verleiht jedem Löffel ein frisches, kräuteriges Finish, das die würzige Suppe wunderbar abrundet. Breite Reisnudeln machen das Gericht richtig sättigend – ideal als schnelles Abendessen unter der Woche oder als beeindruckendes Wohlfühlessen für Gäste. Wer Asien-Küche liebt, wird diese Suppe sofort zu seinem neuen Lieblingsrezept erklären.

Vorbereitung
15 Min
🍳
Koch-/Backzeit
30 Min
Gesamt
45 Min
Schwierigkeit
Einfach
👥
Portionen
4 Pers.
Bewertung
4.6/5 (11)
JM
Rezept von Julia Meier Chefredakteurin & Rezeptentwicklerin Mehr über unsere Redaktion →
Tomaten-Kokos-Suppe mit Korianderöl & Reisnudeln

🧮 Portionsrechner

4 Portionen

🛒 Zutaten

Suppe

800 ml Kokosmilch (2 Dosen à 400 ml)
800 g reife Tomaten, gewürfelt
200 ml Gemüsebrühe
200 g braune Champignons, in Scheiben
1 Stück Karotte, in dünne Scheiben geschnitten
7 cm Galgant (oder Ingwer), in Scheiben
4 Stängel Zitronengras, grob gehackt
8 Stück Kaffirlimettenblätter (oder 2 TL getrocknet)
4 Stück rote Chilischoten (2 ganz, 2 fein gehackt)
2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
2 EL Sojasauce oder vegane Fischsauce
1 EL Palmzucker oder brauner Zucker
2 Stück Limetten, Saft davon
4 Stück Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
1 TL Salz, nach Geschmack

Reisnudeln

100 g breite Reisnudeln (Reisbandnudeln)

Korianderöl

1 Bund frischer Koriander
4 EL Olivenöl
1 Prise Salz

👨‍🍳 Zubereitung

1

Zuerst die Reisnudeln nach Packungsanweisung in reichlich heißem Wasser für 5–8 Minuten einweichen, bis sie weich, aber noch leicht bissfest sind. Dann in ein Sieb abgießen, kurz mit kaltem Wasser abschrecken, damit sie nicht weiter garen, und beiseitestellen. So kleben die Nudeln nicht zusammen und behalten ihre Textur.

💡 Tipp: Reisnudeln nie zu lang einweichen – sie werden sonst matschig. Lieber zu früh abgießen, da sie in der heißen Suppe noch etwas nachgaren.
2

Für das Korianderöl die Blätter von etwa der Hälfte des Korianderbuschels zupfen und grob hacken. Zusammen mit den 4 EL Olivenöl und einer guten Prise Salz in einem kleinen Mixer oder mit einem Stabmixer fein pürieren, bis das Öl leuchtend grün ist. Das fertige Öl in ein kleines Gefäß umfüllen und bei Raumtemperatur ziehen lassen, damit sich die Aromen voll entfalten.

💡 Tipp: Für ein besonders intensiv grünes Öl die Korianderblätter vorher 30 Sekunden in kochendem Wasser blanchieren, sofort in Eiswasser abschrecken, gut ausdrücken und erst dann pürieren.
3

Einen großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und die Hälfte der Kokosmilch (ca. 400 ml) zusammen mit 100 ml Gemüsebrühe hineingeben. Mit 1 EL Sojasauce würzen und alles kurz aufkochen lassen. Die Flüssigkeit sollte leicht zu blubbern beginnen, aber nicht stark kochen.

💡 Tipp: Kokosmilch vor dem Öffnen der Dose gut schütteln, damit sich das Fett gleichmäßig verteilt. Vollfett-Kokosmilch liefert das cremigste Ergebnis.
4

Jetzt die aromatischen Gewürzgeber hinzufügen: das gehackte Zitronengras, die Galgant-Scheiben, 2 ganze Chilischoten und die Kaffirlimettenblätter in den Topf geben. Alles bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 5 Minuten köcheln lassen, sodass die ätherischen Öle in die Kokosmilch übergehen. Die Flüssigkeit nimmt dabei eine leicht gelbliche Farbe an und duftet intensiv aromatisch.

💡 Tipp: Zitronengras und Galgant am besten mit der flachen Seite eines Messers andrücken, bevor sie in den Topf kommen – das gibt deutlich mehr Aroma ab.
5

Den gehackten Knoblauch, die Champignonscheiben, die Karottenscheiben und die gewürfelten Tomaten in den Topf geben. Die Hitze leicht reduzieren und das Gemüse bei sanfter Hitze etwa 5 Minuten mitgaren, bis die Champignons weich werden und die Tomaten anfangen, sich aufzulösen. Die Suppe bekommt jetzt eine schöne rötlich-cremige Färbung.

💡 Tipp: Wer möchte, kann die Tomaten kurz vorher enthäuten: kreuzförmig einritzen, kurz in kochendem Wasser blanchieren, abschrecken – dann lässt sich die Haut leicht abziehen.
6

Die restliche Kokosmilch (weitere 400 ml) sowie die verbleibenden 100 ml Gemüsebrühe in den Topf gießen und alles gut umrühren. Den Limettensaft, den Palmzucker und die restliche Sojasauce dazugeben, dann nochmals 10 Minuten bei niedriger Hitze sanft köcheln lassen. Die Suppe sollte jetzt cremig und vollmundig schmecken – die Balance aus Säure, Süße und Würze prüfen.

💡 Tipp: Das Abschmecken ist der wichtigste Schritt: Zu sauer? Etwas mehr Zucker. Zu flach? Mehr Sojasauce oder Salz. Zu scharf? Mehr Kokosmilch oder etwas weniger Chili beim nächsten Mal.
7

Wer eine feinere, glattere Suppenbasis bevorzugt, kann die Suppe jetzt durch ein grobes Sieb gießen und die festen Aromaten (Zitronengras, Galgant, Limettenblätter, ganze Chilis) herausfischen oder wegwerfen – die haben ihre Arbeit getan. Wer die Einlagen mag, lässt einfach alles in der Suppe. Anschließend die abgetropften Reisnudeln einrühren und kurz in der heißen Suppe erwärmen.

💡 Tipp: Zitronengras und Galgant sollte man in jedem Fall nicht mitessen – sie sind zu holzig und faserig. Entweder vorher herausnehmen oder beim Essen beiseitelegen.
8

Die fertige Suppe in tiefe Schüsseln oder Suppenteller schöpfen. Mit den Frühlingszwiebelringen, den fein gehackten roten Chilischeiben und frischen Korianderblättern garnieren. Zum Abschluss großzügig das selbst gemachte Korianderöl über jede Portion träufeln, sodass leuchtend grüne Schlieren auf der cremigen Suppe zu sehen sind.

💡 Tipp: Das Korianderöl kann man auch in eine kleine Squeeze-Flasche füllen – so lassen sich besonders hübsche Muster auf der Suppe ziehen, perfekt für den Instagram-Moment.

📊 Nährwerte pro Portion

450
kcal
Kalorien
8
g
Protein
32
g
Fett
35
g
Kohlenhydrate
5
g
Ballaststoffe

Nährwerte sind Richtwerte. Prüfe alle Zutaten auf eigene Allergien und Unverträglichkeiten.