Deftige Gulaschsuppe mit Paprika & Kartoffeln

Diese herzhafte Gulaschsuppe wärmt von innen und verströmt beim Kochen einen unwiderstehlichen Duft nach Paprika, Knoblauch und zartem Schmorfleisch. Das saftige Rindfleisch wird zusammen mit bunten Paprikastreifen und mehligkochenden Kartoffeln zu einer sämigen, tiefrot leuchtenden Suppe vereint, die Erinnerungen an Omas Küche weckt. Ein großzügiger Klecks Sauerrahm verleiht jedem Löffel eine cremige Frische, die wunderbar mit der würzigen Schärfe des Gulaschansatzes harmoniert. Dieses Rezept ist ideal für kalte Herbst- und Wintertage, wenn die ganze Familie nach etwas Wärmendem verlangt – und eignet sich perfekt zum Vorbereiten, denn aufgewärmt schmeckt die Suppe noch aromatischer. Mit einfachen Zutaten und wenig Aufwand entsteht hier ein echtes Wohlfühlgericht, das begeistert.

Vorbereitung
20 Min
🍳
Koch-/Backzeit
1 Std
Gesamt
1 Std 20 Min
Schwierigkeit
Normal
👥
Portionen
4 Pers.
Bewertung
5.0/5 (8)
JM
Rezept von Julia Meier Chefredakteurin & Rezeptentwicklerin Mehr über unsere Redaktion →
Deftige Gulaschsuppe mit Paprika & Kartoffeln

🧮 Portionsrechner

4 Portionen

🛒 Zutaten

Suppe

500 g Rindergulasch (Schulter oder Wade), in 2 cm Würfel geschnitten
2 Stück rote Paprikaschoten
1 Stück gelbe Paprikaschote
400 g mehligkochende Kartoffeln
2 Stück Zwiebeln
3 Zehen Knoblauch
2 EL edelsüßes Paprikapulver
1 TL geräuchertes Paprikapulver
800 ml Rinderbrühe
1 Stück Lorbeerblatt
1 TL Kümmel, gemahlen
2 EL Pflanzenöl
1 EL Mehl
Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Zum Servieren

150 g Sauerrahm
frische Petersilie, gehackt

👨‍🍳 Zubereitung

1

Die Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden, den Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken. In einem großen Suppentopf oder Schmortopf das Pflanzenöl bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen, bis es leicht schimmert. Die Zwiebeln hineingeben und unter gelegentlichem Rühren etwa 5 Minuten anschwitzen, bis sie goldgelb und glasig sind – sie sollten keinesfalls braun werden.

💡 Tipp: Je länger die Zwiebeln karamellisieren, desto tiefer und süßlicher wird der Geschmack der Suppe. Nimm dir hier wirklich die Zeit dafür.
2

Das Rindfleisch trocken tupfen – das ist wichtig, damit es im heißen Fett scharf anbrät und nicht dünstet. Die Fleischwürfel in den Topf geben und bei hoher Hitze von allen Seiten kräftig anbraten, bis sie rundherum eine schöne braune Kruste haben. Das Anbraten dauert etwa 5–7 Minuten und sollte portionsweise erfolgen, wenn der Topf zu voll ist.

💡 Tipp: Überfülle den Topf nicht! Zu viel Fleisch auf einmal senkt die Temperatur, das Fleisch 'kocht' dann im eigenen Saft und wird nicht braun. Lieber in zwei Durchgängen anbraten.
3

Den Knoblauch zum Fleisch und den Zwiebeln geben und kurz mitdünsten, dann das Tomatenmark einrühren und alles zusammen etwa 1–2 Minuten unter Rühren anrösten. Das Anrösten des Tomatenmarks nimmt die Säure und gibt der Suppe eine tiefere, komplexere Farbe und Würze.

💡 Tipp: Achte darauf, dass das Tomatenmark wirklich kurz anröstet und leicht dunkler wird – das ist der Trick für eine besonders aromatische Basis.
4

Den Topf kurz von der Hitze nehmen und das edelsüße sowie das geräucherte Paprikapulver, den gemahlenen Kümmel und das Mehl über das Fleisch stäuben. Alles gründlich einrühren, sodass eine dickliche Paste entsteht. Das Mehl bindet später die Suppe leicht und gibt ihr eine samtige Konsistenz.

💡 Tipp: Paprikapulver NIEMALS in sehr heißem Fett rösten – es verbrennt sofort und wird bitter. Deshalb kurz die Hitze reduzieren oder den Topf vom Herd nehmen, bevor das Paprikapulver dazukommt.
5

Nun die Rinderbrühe in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren angießen, damit sich keine Klümpchen bilden. Das Lorbeerblatt dazugeben, alles aufkochen lassen und dann die Hitze auf niedrig bis mittel reduzieren. Den Topf mit einem Deckel halb abdecken und das Fleisch bei leicht simmernder Hitze etwa 30 Minuten weich schmoren lassen.

💡 Tipp: Die Suppe sollte nur leicht köcheln, nicht stark sprudeln – so bleibt das Fleisch zart und saftig. Zu starkes Kochen macht das Rindfleisch zäh.
6

Während das Fleisch schmort, die Paprikaschoten waschen, entkernen und in mundgerechte Streifen oder Stücke schneiden. Die Kartoffeln schälen, waschen und in etwa 1,5–2 cm große Würfel schneiden. Gleichmäßige Stücke sorgen dafür, dass alles gleichzeitig gar wird.

💡 Tipp: Wer eine sehr sämige Suppe möchte, kann etwa ein Viertel der Kartoffelwürfel am Ende mit einem Löffel zerdrücken – das bindet die Brühe auf natürliche Weise.
7

Nach den 30 Minuten Schmorzeit die Kartoffelwürfel in die Suppe geben und weitere 10 Minuten mitköcheln lassen. Dann die Paprikastücke hinzufügen und alles noch einmal 10–12 Minuten bei mittlerer Hitze kochen, bis die Kartoffeln weich und die Paprika bissfest gegart sind. Die Suppe sollte jetzt bereits schön sämig und tief orangerot gefärbt sein.

💡 Tipp: Die Paprika erst später hinzugeben, damit sie ihre leuchtend rote Farbe und einen leichten Biss behalten – zu langes Kochen macht sie matschig und unattraktiv.
8

Das Lorbeerblatt entfernen und die Gulaschsuppe mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken. Falls die Suppe zu dick ist, etwas Rinderbrühe oder heißes Wasser nachgießen; ist sie zu flüssig, noch etwas ohne Deckel einköcheln lassen. Jetzt ist der richtige Moment, um die Würze feinfühlig anzupassen.

💡 Tipp: Ein Spritzer Essig oder ein TL Worcestersauce am Ende hebt alle Aromen an und gibt der Suppe eine angenehme Tiefe – probiere es aus!
9

Die fertige Gulaschsuppe in tiefen Tellern oder Suppenschüsseln anrichten. Einen großzügigen Klecks Sauerrahm in die Mitte setzen und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen. Der Sauerrahm schmilzt beim Einrühren cremig in die würzige Brühe und sorgt für einen wunderbaren Kontrast.

💡 Tipp: Für eine besonders schöne Optik den Sauerrahm nicht einrühren, sondern als ganzen Klecks servieren – so sieht das Gericht rustikal und einladend aus.
10

Dazu passen frisches Bauernbrot, Baguette oder Semmelknödel hervorragend, um die köstliche Brühe aufzutunken. Die Suppe lässt sich wunderbar auf Vorrat kochen und hält im Kühlschrank 3–4 Tage – aufgewärmt schmeckt sie durch die langen Ruhezeiten sogar noch aromatischer und intensiver.

💡 Tipp: Zum Einfrieren den Sauerrahm weglassen und erst beim Aufwärmen frisch dazugeben, damit er nicht ausflockt.

📊 Nährwerte pro Portion

420
kcal
Kalorien
32
g
Protein
16
g
Fett
34
g
Kohlenhydrate
5
g
Ballaststoffe

Nährwerte sind Richtwerte. Prüfe alle Zutaten auf eigene Allergien und Unverträglichkeiten.