Lammspieße mit Zitronen-Marinade & Tsatsiki

Saftige Lammwürfel aus der Keule, über Stunden in einer aromatischen Mischung aus Zitrone, Weißwein, Knoblauch und mediterranen Kräutern mariniert, landen auf dem Grill und entfalten ein unwiderstehliches Aroma, das sofort an Sommerabende am Mittelmeer erinnert. Die Kruste außen ist leicht knusprig, während das Fleisch innen zart und rosig bleibt – ein Genuss, der alle Sinne anspricht. Dazu passt eine cremige, knoblauchreiche Tsatsiki aus frisch geraspelter Gurke und Sahnequark, die das würzige Lamm perfekt abrundet. Dieses Rezept ist ideal für Grillabende mit Freunden und Familie, wenn der Sommer zum Draußensitzen einlädt. Mit frischem Fladenbrot wird daraus ein vollständiges, unkompliziertes Festessen, das große Eindruck hinterlässt.

Vorbereitung
20 Min
🍳
Koch-/Backzeit
12 Min
Gesamt
2 Std 32 Min
Schwierigkeit
Einfach
👥
Portionen
4 Pers.
Bewertung
4.7/5 (11)
JM
Rezept von Julia Meier Chefredakteurin & Rezeptentwicklerin Mehr über unsere Redaktion →
Lammspieße mit Zitronen-Marinade & Tsatsiki

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4 Portionen

🛒 Zutaten

Lammspieße

800 g Lammkeule, entbeint, in 3–4 cm Würfel geschnitten
8 EL Olivenöl
4 EL herber Weißwein
3 EL frischer Zitronensaft (ca. 1 Bio-Zitrone)
1 Bio-Zitrone (Abrieb)
4 Zehen Knoblauch, gepresst oder fein gehackt
1 TL getrockneter Oregano
1 TL frischer oder getrockneter Thymian
1 TL Meersalz
0.5 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 rote Zwiebel, in grobe Stücke geschnitten
12 entsteinte Kalamata-Oliven (optional)

Tsatsiki

1 Salatgurke
250 g Sahnequark (oder griechischer Joghurt 10% Fett)
3 Zehen Knoblauch, gepresst
3 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig
3 EL frische Minze, gehackt (optional)
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zum Servieren

4 Fladenbrot oder Pitabrot

👨‍🍳 Zubereitung

1

Für die Marinade Olivenöl, Zitronensaft, Zitronenabrieb und Weißwein in einer großen Schüssel zusammengeben und mit einer Gabel gründlich verrühren. Anschließend Knoblauch, Oregano, Thymian, Meersalz und schwarzen Pfeffer hinzufügen und alles zu einer homogenen, aromatisch duftenden Marinade vermengen. Die Zitronenschale verleiht der Marinade besondere Frische und Tiefe – nicht weglassen!

💡 Tipp: Verwende unbedingt Bio-Zitronen, da du die Schale verwendest. Konventionelle Zitronen können Pestizidrückstände auf der Schale haben.
2

Die Lammwürfel in die Marinade geben und mit sauberen Händen oder einem Löffel sorgfältig wenden, sodass jedes Stück Fleisch vollständig von der Marinade umhüllt ist. Die Schüssel abdecken (Frischhaltefolie oder Deckel) und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen – ideal sind jedoch 8–12 Stunden über Nacht. Zwischendurch einmal wenden, damit die Aromen gleichmäßig einziehen.

💡 Tipp: Je länger das Lamm mariniert, desto zarter und aromatischer wird es. Am besten am Vorabend vorbereiten – das spart am Grilltag wertvolle Zeit.
3

Für die Tsatsiki die Salatgurke auf der Küchenreibe grob raspeln und in ein sauberes Küchentuch oder ein feines Sieb geben. Kräftig ausdrücken oder salzen und 10 Minuten ziehen lassen, damit die überschüssige Flüssigkeit entweicht – das Ergebnis ist eine schön cremige, nicht wässrige Tsatsiki. Zu viel Gurkenwasser würde die Creme verwässern und den Geschmack verwässern.

💡 Tipp: Die geraspelte Gurke mit etwas Salz bestreuen, 10 Minuten stehen lassen und dann ausdrücken – so gibt sie noch mehr Wasser ab und die Tsatsiki wird besonders cremig.
4

Sahnequark (oder griechischen Joghurt), gepressten Knoblauch, Olivenöl und Weißweinessig in einer Schüssel glatt rühren. Die ausgedrückte Gurke unterheben und alles gut vermischen. Nach Belieben frisch gehackte Minze einrühren, was der Tsatsiki eine angenehm frische Note verleiht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und abgedeckt bis zum Servieren kühl stellen.

💡 Tipp: Die Tsatsiki am besten mindestens 30 Minuten vor dem Servieren vorbereiten – so können sich die Aromen von Knoblauch, Gurke und Kräutern optimal entfalten.
5

Den Grill rechtzeitig auf mittlere bis hohe Hitze (ca. 200–220 °C bei einem Gasgrill; bei Holzkohle bis die Glut weiß-grau ist) vorheizen. Metallspieße brauchen nicht eingeweicht zu werden – bei Holzspießen unbedingt 30 Minuten wässern, damit sie nicht verbrennen. Ist der Rost heiß genug, kurz mit einem in Öl getränkten Tuch einreiben, damit das Fleisch nicht klebt.

💡 Tipp: Teste die Grillhitze mit der Handflächenprobe: Kannst du deine Hand 3–4 Sekunden über dem Rost halten, ist die Temperatur ideal für Lammfleisch.
6

Das marinierte Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen und einige Minuten auf Raumtemperatur kommen lassen. Dann die Lammwürfel abwechselnd mit Stücken roter Zwiebel und nach Belieben Kalamata-Oliven auf die Spieße stecken. Nicht zu eng aufspießen, damit die Hitze überall gut zirkulieren kann und das Fleisch gleichmäßig gart.

💡 Tipp: Lasse zwischen den Fleischstücken jeweils etwas Abstand – so grillen sie gleichmäßiger und bekommen rundherum eine schöne Bräunung statt zu dämpfen.
7

Die Spieße auf den vorgeheizten Grill legen und insgesamt 8–12 Minuten grillen, dabei alle 2–3 Minuten wenden. Das Fleisch soll außen eine schöne goldbraune Kruste bekommen, innen aber noch saftig rosig sein. Die ideale Kerntemperatur liegt bei 60–65 °C für medium – ab 70 °C wird Lamm leicht trocken. Gegen Ende der Grillzeit können die Spieße noch einmal kurz mit der restlichen Marinade bestrichen werden.

💡 Tipp: Nutze ein Grillthermometer für das perfekte Ergebnis. Lammfleisch ist bei 60–63 °C Kerntemperatur medium und am saftigsten – viele machen den Fehler, es zu lange zu grillen.
8

Die fertigen Spieße vom Grill nehmen und vor dem Servieren 3–5 Minuten ruhen lassen, damit sich die Fleischsäfte gleichmäßig verteilen und nicht beim ersten Biss verloren gehen. In dieser Zeit kann das Fladenbrot kurz auf dem Grill erwärmt werden, bis es leicht knusprige Ränder bekommt. Den Fleischsaft, der beim Ruhen austritt, über die Spieße träufeln für extra Aroma.

💡 Tipp: Das Ruhenlassen ist kein optionaler Schritt! Fleisch, das direkt vom Grill angeschnitten wird, verliert viel Saft. 3–5 Minuten Geduld machen einen riesigen Unterschied.
9

Die Lammspieße auf einer großen Platte oder direkt auf den Tellern anrichten und die Tsatsiki in einer separaten Schale dazu servieren. Mit frischen Kräutern wie Oregano oder Thymian und einem Zitronenspalten-Fächer garnieren für ein optisch ansprechendes, mediterranes Bild. Fladenbrot dazu reichen – damit kann die würzige Tsatsiki aufgetunkt werden.

💡 Tipp: Für ein echtes griechisches Feeling: Einen Schuss gutes Olivenöl über die Tsatsiki träufeln und mit ein paar Kalamata-Oliven und etwas getrocknetem Oregano garnieren.

📊 Nährwerte pro Portion

500
kcal
Kalorien
36
g
Protein
32
g
Fett
10
g
Kohlenhydrate
2
g
Ballaststoffe

Nährwerte sind Richtwerte. Prüfe alle Zutaten auf eigene Allergien und Unverträglichkeiten.