Mini-Blätterteigtaschen mit Schinken & Gruyère

Diese kleinen Blätterteigtaschen verschwinden auf jeder Party innerhalb von Minuten – kein Witz. Die Füllung aus würzigem Schinken, nussigem Gruyère und scharfem Dijon-Senf schmilzt beim Backen zu einer cremigen, aromatischen Masse, während der Teig außen goldbraun und federleicht knusprig wird. Der Senf ist hier kein Beiwerk, sondern das Herzstück: Er bindet die Füllung, gibt Schärfe und hebt den salzigen Schinkengeschmack perfekt auf. In meiner Küche landen diese Taschen oft schon auf dem Weg vom Backblech zum Tisch im Mund – warm, käsig, unwiderstehlich. Perfekt als Aperitif-Snack, für Buffets oder als Brotzeit-Highlight am Wochenende.

Vorbereitung
20 Min
🍳
Koch-/Backzeit
15 Min
Gesamt
35 Min
Schwierigkeit
Einfach
👥
Portionen
4 Pers.
Bewertung
4.3/5 (3)
👨‍🍳
Redaktionell geprüftVier-Augen-Prinzip
⚖️
UnabhängigKeine bezahlten Empfehlungen
🤖
JM
Rezept von Julia Meier Chefredakteurin & Rezeptentwicklerin Mehr über unsere Redaktion →
Mini-Blätterteigtaschen mit Schinken & Gruyère

🧮 Portionsrechner

4 Portionen

🛒 Zutaten

Teig & Füllung

2 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal (je ca. 270 g)
200 g Schinken am Stück oder in Scheiben (z. B. Schwarzwälder oder Kochschinken)
200 g Gruyère-Käse, fein gerieben
4 EL Dijon-Senf (mittelscharf)
1 Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben (optional)
1 EL Schnittlauch, fein gehackt (optional)

Zum Bestreichen

1 Ei (Größe M)
1 TL Milch

👨‍🍳 Zubereitung

1

Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und beiseitelegen. Der Ofen sollte wirklich vollständig aufgeheizt sein, bevor die Taschen reinkommen – nur dann geht der Blätterteig sofort auf und wird schön flockig.

💡 Tipp: Schiebe das leere Backblech schon beim Vorheizen mit in den Ofen. Wenn du die Taschen auf das heiße Blech setzt, starten sie von unten direkt mit dem Backen – das gibt eine besonders knusprige Unterseite.
2

Den Schinken in möglichst kleine Würfel von etwa 0,5 cm schneiden – oder, falls du Scheiben hast, diese grob zerreißen und dann hacken. Kleinere Stücke verteilen sich gleichmäßiger in der Füllung und fallen beim Zusammenklappen nicht so leicht heraus. Den Gruyère auf der feinen Reibe reiben, damit er sich gut mit dem Senf verbindet.

💡 Tipp: Gruyère aus dem Block schmeckt hier deutlich intensiver als fertig geriebener aus dem Beutel. Der Block-Käse hat mehr Feuchtigkeit und schmelzt cremiger.
3

Schinken, Gruyère und Dijon-Senf in einer Schüssel gründlich vermengen. Die Masse mit Pfeffer würzen – Salz braucht es hier kaum, denn Schinken und Käse sind schon salzig genug. Optional Muskatnuss und Schnittlauch untermischen. Die fertige Füllung sollte sich feucht, aber kompakt anfassen lassen – eher wie ein fester Aufstrich, nicht wie ein Dip.

💡 Tipp: Wenn die Füllung zu trocken wirkt, einfach noch einen halben Teelöffel Senf dazugeben. Zu flüssige Füllung läuft beim Backen aus den Taschen heraus – das ist der häufigste Fehler.
4

Die Blätterteigplatten aus dem Kühlschrank nehmen und 5 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen – kalter Teig reißt beim Falten. Jede Platte auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in Quadrate von ca. 6 x 6 cm schneiden. Pro Rolle ergeben sich 12–16 Quadrate, je nach Plattenformat.

💡 Tipp: Nutze ein scharfes Messer oder einen Pizzaschneider für saubere Kanten. Gezackte Schnitte verkleben die Schichten des Blätterteigs – das verhindert, dass er richtig aufgeht.
5

Auf jedes Teig-Quadrat genau 1 gehäuften Teelöffel Füllung in die Mitte setzen. Achte darauf, zum Rand hin mindestens 1 cm frei zu lassen – dieser Rand wird gleich zum Verschließen gebraucht. Zu viel Füllung wirkt verlockend, aber dann lassen sich die Taschen nicht mehr dicht verschließen.

💡 Tipp: Arbeite zügig, damit der Teig nicht warm und klebrig wird. Falls er anfängt, sich zu weich anzufühlen, kurz in den Kühlschrank stellen.
6

Die Ränder jedes Quadrats mit dem Finger leicht mit Wasser befeuchten – das wirkt wie Kleber. Dann gegenüberliegende Ecken zusammenklappen, sodass ein Dreieck entsteht. Die Ränder mit einer Gabel fest andrücken: einmal für den Halt, einmal für das hübsche Muster.

💡 Tipp: Drücke die Gabel wirklich mit Druck an. Halb angedrückte Ränder öffnen sich im Ofen und die Füllung läuft heraus – das Blech danach zu reinigen macht keinen Spaß.
7

Das Ei mit der Milch in einer kleinen Schüssel verquirlen, bis eine homogene, leicht schaumige Masse entsteht. Die Taschen mit einem Backpinsel gleichmäßig damit bestreichen – auch die Seiten. Diese Eistreiche sorgt für die satte, goldbraune Farbe, die den Taschen ihr appetitliches Aussehen gibt.

💡 Tipp: Nicht zu dick auftragen. Zu viel Eistreiche läuft an den Seiten herunter und backt zu einer dicken braunen Kruste – ein dünner, gleichmäßiger Film reicht völlig.
8

Die Taschen mit etwas Abstand zueinander auf das vorbereitete Backblech legen (sie gehen leicht auf beim Backen). Im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene 12–15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und aufgegangen aussehen. Der fertige Blätterteig ist klar erkennbar an seiner hell- bis dunkelgoldenen Farbe und den sichtbar getrennten, flockigen Schichten.

💡 Tipp: Schau nach 10 Minuten kurz nach. Jeder Ofen backt anders – wenn die Taschen schon sehr dunkel werden, Temperatur auf 180 °C reduzieren und noch 3–4 Minuten weiterbacken.
9

Die fertigen Taschen kurz auf dem Blech ruhen lassen, dann auf ein Gitter oder direkt auf eine Platte geben. Warm oder lauwarm servieren – dann ist die Füllung noch leicht flüssig und der Käse zieht Fäden. Als Dip passt ein einfaches Gemisch aus 2 EL Mayonnaise und 1 TL Dijon-Senf perfekt dazu.

💡 Tipp: Restliche Taschen lassen sich problemlos am nächsten Tag bei 160 °C Umluft für 5–7 Minuten aufknuspern. In der Mikrowelle werden sie leider weich und gummiartig.

📊 Nährwerte pro Portion

520
kcal
Kalorien
18
g
Protein
38
g
Fett
28
g
Kohlenhydrate
1
g
Ballaststoffe

Nährwerte sind Richtwerte. Prüfe alle Zutaten auf eigene Allergien und Unverträglichkeiten.