Rote-Linsen-Dhal mit Spinat & Fladenbrot

Dieses Rote-Linsen-Dhal ist genau das, was du an einem grauen Abend brauchst: eine cremige, tiefaromatische Schüssel voller wärmender Gewürze, bei der Kokosmilch und Tomaten eine samtweiche Sauce bilden, die du am liebsten pur löffeln würdest. Garam Masala, Ingwer und Zimt sorgen für eine Tiefe, die sich kaum glauben lässt, wenn man bedenkt, dass das ganze Gericht in rund 40 Minuten auf dem Tisch steht. Dazu kommt frischer Spinat, der kurz vor Ende eingerührt wird und dem Dhal nicht nur Farbe, sondern auch einen leicht erdigen Gegenpart zu den süßlichen Gewürzen gibt. Das selbst gemachte Fladenbrot aus der Pfanne – goldbraun, mit leichten Röstflecken – macht das Gericht komplett und ist zum Dippen geradezu unwiderstehlich. Vegan, günstig und trotzdem so sättigend, dass niemand am Tisch nach mehr fragt.

Vorbereitung
20 Min
🍳
Koch-/Backzeit
35 Min
Gesamt
55 Min
Schwierigkeit
Einfach
👥
Portionen
4 Pers.
👨‍🍳
Redaktionell geprüft von Erik Eggerth · 15.05.2026
JM
Rezept von Julia Meier Chefredakteurin & Rezeptentwicklerin Mehr über unsere Redaktion →
Rote-Linsen-Dhal mit Spinat & Fladenbrot

🧮 Portionsrechner

4 Portionen

🛒 Zutaten

Rote-Linsen-Dhal

1 große Zwiebel (ca. 150 g)
2 Knoblauchzehen
1 Stück frischer Ingwer (ca. 2 cm)
240 g rote Linsen (getrocknet)
2 EL Pflanzenöl
2 TL Garam Masala
1 TL gemahlener Zimt
2 TL Salz
250 ml Kokosmilch (aus der Dose, vollfett)
250 ml Gemüsebrühe
1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
300 g frischer Blattspinat (oder 200 g TK-Spinat)

Fladenbrot

300 g Weizenmehl Type 405
1 Pck. Trockenhefe (7 g)
1 TL Salz
200 ml lauwarmes Wasser
2 EL Olivenöl

👨‍🍳 Zubereitung

1
  • 2 TL Salz
  • 1 Pck. Trockenhefe (7 g)
  • 1 TL Salz
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl

Starte mit dem Fladenbrotteig, denn der braucht Ruhezeit. Mehl, Trockenhefe und Salz in einer großen Schüssel vermischen, dann lauwarmes Wasser (ca. 38 °C – warm, aber nicht heiß) und Olivenöl dazugeben. Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten, der sich von der Schüssel löst – das dauert etwa 5 Minuten per Hand oder 3 Minuten mit der Küchenmaschine. Den Teig mit einem sauberen Tuch abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.

💡 Tipp: Das Wasser darf wirklich nur lauwarm sein – zu heißes Wasser tötet die Hefe ab, zu kaltes bremst sie. Im Zweifelsfall lieber etwas kühler als zu warm.
2
  • 1 große Zwiebel (ca. 150 g)
  • 1 Stück frischer Ingwer (ca. 2 cm)
  • 240 g rote Linsen (getrocknet)
  • 200 ml lauwarmes Wasser

Während der Teig geht, alle Dhal-Zutaten vorbereiten: Zwiebel in feine Würfel schneiden (ca. 5 mm), Knoblauch und geschälten Ingwer entweder reiben oder sehr fein hacken. Rote Linsen in ein Sieb geben und unter kaltem Wasser abspülen, bis das Wasser klar durchläuft – das entfernt überschüssige Stärke und verhindert, dass das Dhal später klumpig wird.

💡 Tipp: Frischer Spinat welkt in der Pfanne auf etwa ein Zehntel seines Volumens zusammen – keine Sorge, wenn die Menge zunächst riesig wirkt.
3
  • 1 Stück frischer Ingwer (ca. 2 cm)
  • 2 EL Pflanzenöl

Einen großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und die 2 EL Pflanzenöl hineingeben. Sobald das Öl schimmert, Zwiebeln hineinschütten und unter gelegentlichem Rühren 3–4 Minuten glasig dünsten – sie sollen weich und leicht goldgelb werden, aber nicht bräunen. Dann Knoblauch und Ingwer dazugeben und weitere 1–2 Minuten mitrösten, bis es intensiv duftet.

💡 Tipp: Hier nicht zu viel Hitze verwenden – Knoblauch, der anbrennt, schmeckt bitter und das lässt sich nicht mehr retten.
4
  • 1 große Zwiebel (ca. 150 g)
  • 240 g rote Linsen (getrocknet)
  • 2 TL Garam Masala
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL gemahlener Zimt

Garam Masala, Paprikapulver und Zimt direkt in den Topf geben und die Gewürze zusammen mit der Zwiebel-Knoblauch-Mischung 1–2 Minuten unter ständigem Rühren anrösten. Die Gewürze sollen in dem kleinen Rest Öl kurz aufblühen – du merkst es daran, dass der Duft in der Küche sofort voller und wärmer wird. Dann die abgespülten roten Linsen dazugeben und ebenfalls kurz mitrösten.

💡 Tipp: Dieses kurze Anrösten der Gewürze – auf Indisch 'Tadka' – ist der entscheidende Schritt für Tiefe im Geschmack. Wer das überspringt und alles einfach zusammenkippt, merkt den Unterschied deutlich.
5
  • 240 g rote Linsen (getrocknet)
  • 250 ml Kokosmilch (aus der Dose, vollfett)
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)

Kokosmilch, Gemüsebrühe und gehackte Tomaten in den Topf geben und alles gut umrühren. Das Dhal einmal aufkochen lassen, dann die Hitze auf niedrig reduzieren (Stufe 2–3 von 9) und das Ganze ohne Deckel ca. 15–18 Minuten leise köcheln lassen. Gelegentlich umrühren – die Linsen lösen sich mit der Zeit auf und binden die Sauce cremig ab.

💡 Tipp: Rote Linsen brauchen keinen Pre-Soak und zerfallen schneller als andere Linsensorten. Nach 15 Minuten sollten sie so weich sein, dass sie beim Drücken mit dem Löffel zerfallen. Wenn die Masse noch zu flüssig wirkt, einfach noch 3–5 Minuten länger köcheln lassen.
6
  • 240 g rote Linsen (getrocknet)
  • 300 g frischer Blattspinat (oder 200 g TK-Spinat)

Sobald die Linsen cremig und weich sind, den frischen Spinat portionsweise unterheben – bei 300 g frischem Spinat am besten in 3–4 Portionen, damit er gleichmäßig einarbeitet. Jede Portion kurz einrühren, bis sie zusammengefallen ist, bevor die nächste kommt. Bei TK-Spinat diesen direkt und komplett einrühren und 5 Minuten mitköcheln lassen.

💡 Tipp: Frischen Spinat nicht zu früh dazugeben und nicht zu lange köcheln lassen – 3–5 Minuten reichen, sonst verliert er seine leuchtend grüne Farbe und wird olivbraun.
7
  • 2 TL Salz
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
  • 1 TL Salz

Das fertige Dhal mit Salz abschmecken – je nach Brühe und Tomatenkonserve kann es sein, dass noch etwas fehlt. Wenn die Säure der Tomaten zu dominant ist, hilft eine kleine Prise Zucker. Wer es schärfer mag, gibt jetzt noch eine Messerspitze Cayennepfeffer dazu. Das Dhal bei niedrigster Stufe warm halten, während das Fladenbrot gebacken wird.

💡 Tipp: Gutes Abschmecken ist hier nicht optional – die Gewürzmischung braucht am Ende immer eine individuelle Nachjustierung, weil Dosen-Tomaten je nach Marke sehr unterschiedlich sauer sind.
8
  • 200 ml lauwarmes Wasser

Den gegangenen Fladenbrotteig auf einer leicht bemehlten Fläche in 4 gleich große Portionen teilen. Jede Portion mit den Händen oder einem Nudelholz zu einem runden Fladen von etwa 20–22 cm Durchmesser und ca. 3–4 mm Dicke ausrollen. Eine Pfanne (am besten eine schwere Eisen- oder Gusseisenpfanne) ohne Fett auf hoher Stufe vorheizen, bis sie sehr heiß ist – ein Tropfen Wasser soll sofort verdampfen.

💡 Tipp: Die Pfanne wirklich heiß genug werden lassen, bevor der erste Fladen hineinkommt. Zu niedrige Temperatur ergibt blasses, zähes Brot statt goldbrauner Flecken.
9

Jeden Fladen bei starker Hitze pro Seite 2–3 Minuten backen, bis sich braune Röstflecken bilden und das Brot leicht aufbläht. Zwischen den Fladen die Pfanne kurz abwischen falls nötig, damit Mehlreste nicht verbrennen. Die fertigen Fladen auf einem Teller stapeln und mit einem Tuch abdecken, damit sie warm und weich bleiben.

💡 Tipp: Wer möchte, kann die frischen Fladen direkt nach dem Backen mit etwas Butter oder Knoblauchbutter bestreichen – das macht sie noch aromatischer und glänzender.
10

Das Dhal in tiefen Tellern oder Schüsseln anrichten und das Fladenbrot daneben legen oder direkt hineinstellen. Wer mag, toppt das Dhal mit frischen Korianderblättern oder einem Spritzer Zitronensaft. Das Gericht sofort heiß servieren – das Dhal dickt beim Stehen weiter ein, also zügig an den Tisch.

💡 Tipp: Reste lassen sich hervorragend in einem Schraubglas im Kühlschrank 3–4 Tage aufbewahren. Beim Aufwärmen etwas Wasser oder Brühe dazugeben, da das Dhal über Nacht sehr fest wird.
🥄

Du hast das Rezept nachgekocht?

Eine Bewertung dauert 2 Sekunden — und hilft anderen, die richtige Wahl zu treffen.

📊 Nährwerte pro Portion

550
kcal
Kalorien
22
g
Protein
18
g
Fett
72
g
Kohlenhydrate
14
g
Ballaststoffe

Nährwerte sind Richtwerte. Prüfe alle Zutaten auf eigene Allergien und Unverträglichkeiten.