Spargel-Erbsen-Risotto mit Zitrone & Parmesan

Dieses cremige Risotto ist mein absolutes Lieblingsrezept für die Spargelzeit – es vereint knackig-grünen Spargel, zarte Erbsen und die frische Säure einer ganzen Zitrone zu einem Teller, der nach Frühling schmeckt. Der Carnaroli-Reis gibt nach etwa 20 Minuten Rühren diese samtige, fast flüssige Konsistenz ab, die ein gutes Risotto von einem mittelmäßigen unterscheidet. Eiskalte Butterwürfel und frisch geriebener Parmesan, am Ende eingearbeitet, sorgen für die typische Cremigkeit – eine Technik, die aus dem Rezept ein echtes Restaurantgericht macht. Ob als entspanntes Abendessen unter der Woche oder als beeindruckendes Hauptgericht für Gäste: Dieser Teller stellt sich immer perfekt an. Wer möchte, lässt den Parmesan einfach weg oder tauscht ihn gegen veganen Hartkäse – das Gericht funktioniert in beiden Varianten wunderbar.

Vorbereitung
15 Min
🍳
Koch-/Backzeit
30 Min
Gesamt
45 Min
Schwierigkeit
Normal
👥
Portionen
4 Pers.
👨‍🍳
Redaktionell geprüft von Julia Meier · 26.05.2026
AH
Rezept von Anna Hofmann Redakteurin Backen & Ernährung Mehr über unsere Redaktion →
Spargel-Erbsen-Risotto mit Zitrone & Parmesan

🧮 Portionsrechner

4 Portionen

🛒 Zutaten

Basis-Risotto

300 g Risottoreis (Arborio oder Carnaroli)
150 ml trockener Weißwein (oder mehr Brühe)
2 Stück Schalotten
2 Zehen Knoblauch
2 EL Olivenöl
30 g vegane Butter (zum Anbraten)
40 g vegane Butter (eiskalt, zum Fertigstellen)

Gemüse & Aroma

400 g grüner Spargel
200 g Erbsen (TK)
1 Stück Zitrone unbehandelt
80 g veganer Hartkäse (gerieben)

Gewürze

1 TL Salz
1 TL schwarzer Pfeffer

Optional

2 EL frische Petersilie oder Basilikum

👨‍🍳 Zubereitung

1
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 150 ml trockener Weißwein (oder mehr Brühe)

Gieß die Gemüsebrühe in einen kleinen Topf und bring sie zum Kochen, dann stell die Hitze so weit herunter, dass sie knapp unter dem Siedepunkt bleibt – sie soll die gesamte Kochzeit heiß bleiben. Kalte Brühe würde den Garprozess des Reises jedes Mal unterbrechen und du bekommst kein gleichmäßig cremiges Ergebnis. Halte außerdem eine Schöpfkelle griffbereit.

💡 Tipp: Heiße Brühe ist der häufig unterschätzte Schlüsselschritt beim Risotto. Ich stelle den Brühe-Topf einfach neben den Risotto-Topf auf die kleine Platte.
2
  • 400 g grüner Spargel

Wasch den grünen Spargel und brich oder schneide die holzigen Enden ab – etwa die untersten 2–3 cm, dort wo der Stängel sich hart anfühlt. Schneide die Stangen dann in Stücke von rund 2–3 cm Länge. Die oberen Spargelspitzen (ca. 5 cm) kannst du separat beiseitelegen, wenn du sie am Ende als Topping verwenden möchtest – sie sehen dann schöner aus und bleiben bissfester.

💡 Tipp: Grüner Spargel braucht keine aufwendige Schälprozedur wie weißer. Nur der unterste Teil ist wirklich zäh – der Rest ist direkt einsatzbereit.
3
  • 2 EL Olivenöl

Erhitze in einem weiten, schweren Topf oder einer tiefen Pfanne 1 EL Olivenöl bei mittlerer bis hoher Hitze. Gib die Spargelstücke (ohne die Spitzen, falls du sie extra brätst) hinein und brat sie 2–3 Minuten an, bis sie leicht Farbe annehmen – sie sollen noch Biss haben. Salze sie kurz, nimm sie dann heraus und stell sie beiseite. Wenn du die Spitzen separat brätst, 1 EL Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Spitzen 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis sie goldbraune Stellen bekommen.

💡 Tipp: Das kurze Anbraten gibt dem Spargel eine leicht nussige Note und verhindert, dass er beim Mitgaren im Risotto matschig wird. Diesen Schritt auslassen macht einen spürbaren Unterschied in der Textur.
4
  • 2 Stück Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Olivenöl
  • 30 g vegane Butter (zum Anbraten)
  • 40 g vegane Butter (eiskalt, zum Fertigstellen)

Im gleichen Topf vegane Butter und den restlichen EL Olivenöl bei mittlerer Hitze schmelzen. Gib die fein gewürfelten Schalotten und den gehackten Knoblauch dazu und dünste beides 3–4 Minuten an, bis die Schalotten weich und glasig sind – sie sollen keine Bräune bekommen, sonst wird das Risotto bitter. Rühr zwischendurch immer wieder um und reguliere die Hitze wenn nötig nach unten.

💡 Tipp: Kein scharfes Anbraten hier – nur sanftes Dünsten. Sobald du merkst, dass die Schalotten anfangen sich bräunlich zu färben, sofort Hitze reduzieren.
5
  • 300 g Risottoreis (Arborio oder Carnaroli)
  • 2 Stück Schalotten

Gib den Risottoreis in den Topf und rühr ihn 1–2 Minuten unter ständigem Bewegen mit den Schalotten um. Die Reiskörner sollen sich leicht glasig färben und fangen an, ein leises Knistergeräusch zu machen – das zeigt, dass die Stärke aktiviert wird. Dieser Schritt ist entscheidend für die spätere Cremigkeit.

💡 Tipp: Carnaroli-Reis hält die Konsistenz beim Rühren etwas besser als Arborio und verzeiht mehr Fehler – wenn du die Wahl hast, nimm Carnaroli.
6
  • 150 ml trockener Weißwein (oder mehr Brühe)

Lösch den Reis mit dem Weißwein ab und rühr sofort kräftig um. Der Wein zischt beim Kontakt mit dem heißen Reis und duftet intensiv – lass ihn bei mittlerer Hitze unter Rühren vollständig vom Reis aufgesogen werden, das dauert etwa 2 Minuten. Wer keinen Alkohol verwenden möchte, gibt hier einfach eine Portion heiße Brühe dazu.

💡 Tipp: Der Weißwein gibt dem Risotto eine feine Säure, die am Ende mit der Zitrone harmoniert. Trockener Wein ist Pflicht – kein süßer Wein, der macht das Gericht zu süßlich.
7
  • 1 l Gemüsebrühe

Jetzt beginnt der wichtigste Teil: Gib eine Schöpfkelle heiße Gemüsebrühe in den Topf und rühr den Reis gleichmäßig, bis die Flüssigkeit fast vollständig aufgenommen ist. Dann kommt die nächste Kelle. Wiederhole das über 18–22 Minuten bei mittlerer Hitze – der Reis soll leise köcheln, nicht kochen. Nach etwa 10 Minuten Garzeit gibst du die angebratenen Spargelstücke dazu und rührst sie unter.

💡 Tipp: Hier wird oft zu früh aufgehört zu rühren – durchhalten! Das regelmäßige Rühren bricht die Stärke aus dem Reis und macht das Risotto samtig. Wer gar nicht rührt, bekommt matschigen Reis in wässriger Flüssigkeit.
8
  • 150 ml trockener Weißwein (oder mehr Brühe)
  • 200 g Erbsen (TK)

Etwa 5 Minuten vor Ende der Garzeit die tiefgekühlten Erbsen direkt aus der Packung unterrühren – sie müssen nicht aufgetaut werden. Die Erbsen garen in der heißen Masse in wenigen Minuten durch und behalten dabei ihre leuchtend grüne Farbe. Gib weiter Brühe nach, bis der Reis al dente ist: Die Körner sollen weich sein, aber noch einen hauchzarten Biss im Kern haben.

💡 Tipp: Erbsen verlieren ihre grüne Farbe schnell wenn sie zu lange garen. Deshalb wirklich erst in den letzten 5 Minuten rein – nicht früher.
9
  • 150 ml trockener Weißwein (oder mehr Brühe)
  • 80 g veganer Hartkäse (gerieben)

Wenn der Reis fertig ist, nimm den Topf vom Herd. Arbeite jetzt die eiskalten veganen Butterwürfel und den geriebenen veganen Hartkäse mit einem Holzlöffel kraftvoll unter – das nennt sich Mantecatura und ist der Moment, wo aus Reis und Brühe ein glänzendes, cremiges Risotto wird. Die Konsistenz soll fließend sein, fast wie ein dicker Porridge, und sich langsam auf dem Teller ausbreiten.

💡 Tipp: Die Butter muss wirklich eiskalt sein. Weiche Butter emulgiert nicht richtig und das Risotto wird fettig statt cremig. Ich schneide die Butter vorher in Würfel und lasse sie bis kurz vor Verwendung im Kühlschrank.
10
  • 1 Stück Zitrone unbehandelt
  • 1 TL Salz
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 2 EL frische Petersilie oder Basilikum

Reib die Schale der unbehandelten Zitrone fein ab und presse 2–3 EL Saft aus. Rühr beides unter das fertige Risotto und schmeck es mit Salz und Pfeffer ab. Die Zitronenschale gibt das fruchtige Aroma, der Saft bringt die Frische – starte mit 2 EL und arbeite dich nach Geschmack vor. Lass das Risotto 2 Minuten im Topf ruhen, dann auf tiefe Teller verteilen, gebratene Spargelspitzen daraufsetzen und nach Belieben mit frischen Kräutern und zusätzlichem Käse servieren.

💡 Tipp: Risotto wartet auf niemanden – sofort servieren, bevor es zu fest wird. Je länger es steht, desto mehr Stärke bindet und desto dicker wird es.
🥄

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📊 Nährwerte pro Portion

620
kcal
Kalorien
14
g
Protein
22
g
Fett
78
g
Kohlenhydrate
7
g
Ballaststoffe

Nährwerte sind Richtwerte. Prüfe alle Zutaten auf eigene Allergien und Unverträglichkeiten.