Zucchini-Fritters mit Kräuter-Joghurt-Dip

Außen goldbraun und knusprig, innen weich und aromatisch – diese Zucchini-Fritters sind ein echter Allrounder in der Küche. Der frische Kräuter-Joghurt-Dip aus Petersilie, Minze und Dill bringt eine kühle, leicht zitronige Note, die perfekt zum herzhaften Puffer-Teig passt. Das Rezept funktioniert als unkomplizierte Vorspeise, als Beilage zum Grillen oder als leichte Hauptmahlzeit an einem Sommerabend. Mit Kichererbsenmehl statt Weizenmehl und einem veganen Joghurt lässt sich das Gericht ganz einfach vegan und glutenfrei abwandeln – ohne Abstriche beim Geschmack. Wer einmal verstanden hat, wie viel Wasser Zucchini versteckt, bekommt jedes Mal perfekt kross geratene Fritters hin.

Vorbereitung
20 Min
🍳
Koch-/Backzeit
20 Min
Gesamt
55 Min
Schwierigkeit
Normal
👥
Portionen
4 Pers.
👨‍🍳
Redaktionell geprüft von Julia Meier · 16.05.2026
AH
Rezept von Anna Hofmann Redakteurin Backen & Ernährung Mehr über unsere Redaktion →
Zucchini-Fritters mit Kräuter-Joghurt-Dip

🧮 Portionsrechner

4 Portionen

🛒 Zutaten

Zucchini-Fritters

800 g Zucchini (ca. 4 mittelgroße)
1 Stück Zwiebel, klein
2 Zehen Knoblauch
1 Handvoll frische Petersilie
2 Stück Eier
100 g Mehl (oder Kichererbsenmehl)
50 g geriebener Parmesan
1 TL Paprikapulver
0.5 TL Kurkuma
1 TL Salz
1 Prise Pfeffer
400 ml Sonnenblumen- oder Rapsöl

Kräuter-Joghurt-Dip

300 g griechischer Joghurt (mind. 3,8 % Fett)
100 g Zucchini, klein (für den Dip)
5 Stängel frische Petersilie
3 Stängel frische Minze
3 Stängel frischer Dill
1 TL Zitronensaft, frisch gepresst
1 TL Honig
1 Prise Meersalz

👨‍🍳 Zubereitung

1
  • 800 g Zucchini (ca. 4 mittelgroße)
  • 1 TL Salz
  • 100 g Zucchini, klein (für den Dip)

Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden und auf einer groben Reibe in eine große Schüssel reiben. Anschließend mit einem halben Teelöffel Salz gut vermischen und mindestens 15 Minuten stehen lassen – in dieser Zeit zieht das Salz erstaunlich viel Flüssigkeit aus dem Gemüse. Du wirst sehen, wie sich am Boden der Schüssel eine deutliche Wasserlache bildet.

💡 Tipp: Nicht kürzer als 15 Minuten warten – wer zu früh weiterarbeitet, riskiert einen weichen, klebrigen Teig, der in der Pfanne auseinanderläuft.
2
  • 800 g Zucchini (ca. 4 mittelgroße)
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 100 g Zucchini, klein (für den Dip)
  • 1 TL Zitronensaft, frisch gepresst

Die gesalzene Zucchini portionsweise in ein sauberes Küchentuch geben und so fest wie möglich auswringen. Das Tuch wird richtig nass – das ist gut so. Die ausgewrungene Zucchini sollte sich trocken und krümelig anfühlen, fast wie frisch geriebener Käse.

💡 Tipp: Ein altes Baumwolltuch ist hier Gold wert. Küchenkrepp reißt beim kräftigen Auswringen schnell. Du kannst die Zucchini auch über einem feinen Sieb mit den Händen auspressen, wenn kein Tuch zur Hand ist.
3
  • 1 Stück Zwiebel, klein
  • 1 Handvoll frische Petersilie
  • 5 Stängel frische Petersilie
  • 3 Stängel frische Minze

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und beides sehr fein hacken – die Stücke sollten maximal Reiskorn-Groß sein, damit sie im fertigen Fritter nicht roh herausschmecken. Die frische Petersilie waschen, trockenschütteln und ebenfalls fein hacken.

💡 Tipp: Wer keinen Knoblauchgeschmack mag, kann die Zehen auch durch eine Presse drücken oder ganz weglassen. Das Aroma der Fritters bleibt trotzdem kräftig genug.
4
  • 800 g Zucchini (ca. 4 mittelgroße)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Handvoll frische Petersilie
  • 2 Stück Eier
  • 100 g Mehl (oder Kichererbsenmehl)
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 1 TL Paprikapulver
  • 0.5 TL Kurkuma

In einer großen Rührschüssel die beiden Eier verquirlen, bis Eigelb und Eiweiß vollständig verbunden sind. Dann Mehl, Parmesan, Paprikapulver, Kurkuma und die gehackte Petersilie hinzufügen und alles kurz verrühren. Zum Schluss die ausgewrungene Zucchini sowie die gehackten Zwiebeln und den Knoblauch untermengen und den Teig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die fertige Masse sollte sich kompakt formen lassen – ähnlich wie weicher Kartoffelteig.

💡 Tipp: Falls die Masse trotz gründlichem Auswringen zu feucht wirkt, einfach einen weiteren Esslöffel Mehl einarbeiten. Zu viel Mehl macht die Fritters aber trocken – also lieber schrittweise vorgehen.
5

Das Öl in einer tiefen Pfanne oder einem weiten Topf auf 170 °C erhitzen. Zum Testen: Ein kleines Stück Teig ins Öl geben – beginnt es sofort zu zischen und steigt an die Oberfläche, ist die Temperatur richtig. Ist das Öl zu kalt, saugen die Fritters Öl auf und werden fettig statt knusprig.

💡 Tipp: Ein Küchenthermometer ist hier wirklich hilfreich. Wer keins hat: Bei mittlerer bis mittlerer-hoher Herdeinstellung (Stufe 7 von 9) passt die Temperatur bei den meisten Herden.
6

Mit zwei Esslöffeln je eine kleine Handvoll Teig zu einem flachen Puffer formen – etwa 8 cm Durchmesser und 1,5 cm Höhe. Immer nur 3-4 Fritters gleichzeitig ins Öl geben, damit die Temperatur stabil bleibt. Zu viele auf einmal lassen die Öltemperatur stark absinken, was zu einem fettigen Ergebnis führt.

💡 Tipp: Beim Einlegen nicht zu grob vorgehen – die Fritters brauchen etwas Abstand zueinander, damit sie von allen Seiten gleichmäßig bräunen können.
7

Jede Seite 3-4 Minuten braten, bis eine tiefgoldbraune, knusprige Kruste entstanden ist. Widersteht dem Drang, die Fritters zu früh zu wenden – wenn sie sich leicht von selbst lösen, ist die Unterseite fertig. Nach dem Wenden nochmals die gleiche Zeit braten.

💡 Tipp: Hier wird oft zu früh gewendet. Ein halbbräunlicher Fritter reißt beim Drehen leicht auseinander. Lieber 30 Sekunden länger warten, bis die Kruste stabil ist.
8

Die fertigen Fritters mit einer Schaumkelle aus dem Öl heben und auf einem Teller mit doppelt gelegtem Küchenpapier abtropfen lassen. So wird überschüssiges Öl gebunden und die Knusprigkeit bleibt erhalten. Die restlichen Portionen Teig auf die gleiche Weise ausbraten.

💡 Tipp: Um alle Fritters warm zu servieren, kannst du fertig gebratene Portionen im Backofen bei 80 °C Umluft auf einem Gitterrost zwischenlagern – so bleiben sie bis zu 20 Minuten knusprig und warm.
9
  • 800 g Zucchini (ca. 4 mittelgroße)
  • 1 Handvoll frische Petersilie
  • 1 Prise Pfeffer
  • 300 g griechischer Joghurt (mind. 3,8 % Fett)
  • 100 g Zucchini, klein (für den Dip)
  • 5 Stängel frische Petersilie
  • 3 Stängel frische Minze
  • 3 Stängel frischer Dill

Für den Dip die kleine Zucchini waschen und auf einer feinen Reibe raspeln, dann ebenfalls kurz ausdrücken, damit der Dip nicht wässrig wird. Petersilie, Minze und Dill waschen, trockenschütteln und fein hacken. Den griechischen Joghurt in eine Schüssel geben und alle Kräuter, die geriebene Zucchini, Zitronensaft und Honig einrühren. Mit Meersalz und Pfeffer abschmecken.

💡 Tipp: Den Dip am besten 10-15 Minuten vor dem Servieren zubereiten, damit die Kräuteraromen in den Joghurt einziehen können. Wer mag, kann noch eine halbe zerdrückte Knoblauchzehe und eine Prise Chiliflocken einrühren – das gibt dem Dip eine schöne Tiefe.
10
  • 1 Handvoll frische Petersilie
  • 300 g griechischer Joghurt (mind. 3,8 % Fett)
  • 5 Stängel frische Petersilie
  • 3 Stängel frische Minze

Die noch warmen Fritters auf einem Servierbrett oder einer Platte anrichten und den Kräuter-Joghurt-Dip in einer kleinen Schale danebenstellen. Ein paar frische Kräuterblätter und etwas Zitronenschale als Garnitur machen das Gericht schön ansehnlich. Am besten sofort servieren – Fritters verlieren mit der Zeit an Knusprigkeit.

💡 Tipp: Übrig gebliebene Fritters lassen sich am nächsten Tag in der Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze (ca. 2 Minuten pro Seite) aufknuspern. Im Backofen bei 180 °C Umluft klappt das ebenfalls gut.
🥄

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📊 Nährwerte pro Portion

400
kcal
Kalorien
13
g
Protein
27
g
Fett
26
g
Kohlenhydrate
3
g
Ballaststoffe

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