Entenbrust mit Erdbeer-Jus & Mairüben-Püree

Zart rosa gebratene Entenbrust mit knuspriger Haut, ein fruchtig-herber Erdbeer-Jus und ein buttereiches Mairüben-Püree – das ist Frühlingsküche auf echtem Restaurantniveau. Der Jus vereint die natürliche Süße reifer Erdbeeren mit Rotwein, Balsamico und einem Hauch Zimt zu einer Sauce, die gleichzeitig fruchtig, würzig und tiefgründig schmeckt. Das Mairüben-Püree überzeugt mit einer leicht erdigen Note, die das Fruchtige der Sauce wunderbar ausbalanciert. Dieses Gericht eignet sich perfekt für ein besonderes Abendessen zu zweit oder für Gäste – und wer die Technik des Enten-Bratens einmal verstanden hat, will sie nie mehr missen.

Vorbereitung
30 Min
🍳
Koch-/Backzeit
40 Min
Gesamt
1 Std 10 Min
Schwierigkeit
Anspruchsvoll
👥
Portionen
4 Pers.
👨‍🍳
Redaktionell geprüft von Erik Eggerth · 26.05.2026
JM
Rezept von Julia Meier Chefredakteurin & Rezeptentwicklerin Mehr über unsere Redaktion →
Entenbrust mit Erdbeer-Jus & Mairüben-Püree

🧮 Portionsrechner

4 Portionen

🛒 Zutaten

Entenbrust

4 Stück Entenbrust (à ca. 190 g, mit Haut)
2 Zweige Frischer Thymian
1 Zehen Knoblauch
1 EL Butter
1 TL Salz
0.5 TL Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Erdbeer-Jus

300 g Erdbeeren, reif
1 Stück Schalotte
1 EL Butter
150 ml Rotwein (halbtrocken)
150 ml Geflügelfond
1 EL Balsamico-Essig
1 TL Honig
1 Stück Zimtstange (ca. 2 cm)
1 TL Sojasauce
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer

Mairüben-Püree

600 g Mairüben (junge Bundrüben)
200 g Mehligkochende Kartoffeln
40 g Butter
100 ml Sahne
1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben
1 Prise Salz
1 Prise Weißer Pfeffer

Zum Anrichten (optional)

4 Stück Kleine Mairüben, halbiert
1 EL Butter
50 ml Gemüsebrühe
4 Stück Erdbeeren (für die Garnitur)
1 Prise Thymianblättchen (für die Garnitur)

👨‍🍳 Zubereitung

1
  • 4 Stück Entenbrust (à ca. 190 g, mit Haut)
  • 1 TL Salz
  • 0.5 TL Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Weißer Pfeffer

Entenbrüste etwa 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen – Fleisch, das direkt aus der Kälte in die heiße Pfanne kommt, gart ungleichmäßig und wird außen grau, bevor das Innere die gewünschte Kerntemperatur erreicht. In der Zwischenzeit die Haut mit einem sehr scharfen Messer rautenförmig einritzen: Schnitte im Abstand von ca. 1 cm diagonal und gegenläufig, dabei nur durch die Fettschicht, nicht ins Fleisch. Anschließend rundum kräftig mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.

💡 Tipp: Beim Einschneiden der Haut ist Geduld gefragt – zu tiefe Schnitte lassen das Fleisch austrocknen. Das Rautenmuster sorgt dafür, dass das Fett beim Braten gleichmäßig ausschmilzt und die Haut wirklich knusprig wird.
2
  • 600 g Mairüben (junge Bundrüben)
  • 200 g Mehligkochende Kartoffeln
  • 4 Stück Kleine Mairüben, halbiert

Mairüben und Kartoffeln schälen, grob würfeln (ca. 2–3 cm Stücke) und in einen großen Topf geben. Mit kaltem Wasser bedecken, kräftig salzen – das Wasser sollte deutlich salzig schmecken, ähnlich wie Nudelkochwasser – und bei hoher Hitze zum Kochen bringen. Dann auf mittlere Hitze reduzieren und 15–20 Minuten garen, bis beides mit einer Gabel ohne Widerstand einzustechen ist.

💡 Tipp: Mairüben haben eine leicht bittere, erdige Note, die beim Kochen milder wird. Die Kombination mit mehligkochenden Kartoffeln gibt dem Püree die nötige Bindung und Cremigkeit – mit festkochenden Kartoffeln wird das Ergebnis gummiartig.
3
  • 1 EL Butter
  • 1 TL Salz
  • 0.5 TL Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 EL Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 600 g Mairüben (junge Bundrüben)
  • 200 g Mehligkochende Kartoffeln

Sobald Mairüben und Kartoffeln gar sind, abgießen und kurz im Topf ausdampfen lassen – dieser Schritt ist wichtiger als er klingt, denn überschüssiges Wasser macht das Püree wässrig. Butter in den noch heißen Topf geben und alles durch eine Kartoffelpresse drücken oder mit einem Stampfer zerkleinern. Sahne nach und nach einrühren, bis das Püree seidig-cremig ist und wie zarte Polenta fließt. Mit Salz, weißem Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken, dann auf kleinster Stufe mit Deckel warm halten.

💡 Tipp: Püree niemals mit dem Mixer oder Stabmixer bearbeiten – die Stärke in den Kartoffeln wird dabei freigesetzt und das Püree wird zu einem klebrigen Kleister. Handstampfer oder Presse sind immer die bessere Wahl.
4
  • 1 EL Butter
  • 300 g Erdbeeren, reif
  • 1 Stück Schalotte
  • 1 EL Butter
  • 40 g Butter
  • 1 EL Butter
  • 4 Stück Erdbeeren (für die Garnitur)

Für den Erdbeer-Jus Schalotte in feine Würfel schneiden. Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und die Schalottenwürfel darin 3–4 Minuten glasig anschwitzen, bis sie weich und leicht goldfarben sind. Erdbeeren (geputzt, in Scheiben) dazugeben und 1–2 Minuten mitdünsten – sie sollen etwas Saft abgeben, aber noch nicht vollständig zerfallen.

💡 Tipp: Für die beste Sauce brauchst du wirklich reife, aromatische Erdbeeren – blasse, harte Ware aus dem Supermarkt im Winter ist hier fehl am Platz. Der Geschmack sitzt direkt in der Frucht.
5
  • 150 ml Rotwein (halbtrocken)
  • 150 ml Geflügelfond
  • 1 EL Balsamico-Essig
  • 1 Stück Zimtstange (ca. 2 cm)
  • 1 TL Sojasauce

Mit Rotwein ablöschen und bei mittlerer bis hoher Hitze auf die Hälfte einkochen lassen – das dauert etwa 5–7 Minuten und der Alkohol muss vollständig verdampfen. Geflügelfond, Balsamico, Zimtstange und Sojasauce hinzugeben und alles weitere 10–15 Minuten bei leichtem Köcheln reduzieren, bis die Sauce sämig wird und einen Löffel leicht überzieht. Zimtstange entfernen, die Sauce durch ein feines Sieb passieren und die Erdbeerstücke dabei gut ausdrücken – das gibt Farbe und Fruchtintensität.

💡 Tipp: Kurz vor dem Servieren ein kaltes Butterflöckchen (ca. 10 g) in die heiße Sauce einrühren und dabei den Topf schwenken – das nennt sich Montieren und macht den Jus glänzend, samtig und leicht gebunden, ohne Stärke.
6
  • 4 Stück Entenbrust (à ca. 190 g, mit Haut)

Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine ofenfeste Pfanne (kein Antihaft-Beschichtung) kalt auf den Herd stellen und die Entenbrüste mit der Hautseite nach unten hineingeben – kein Öl, kein Fett, die Ente bringt genug davon mit. Hitze auf mittelhoch stellen und die Entenbrüste 8–10 Minuten langsam ausbraten, bis die Haut tiefgoldbraun, knusprig und der Großteil des sichtbaren Fetts ausgeschmolzen ist. Diesen Schritt nicht hetzen – zu hohe Hitze verbrennt die Haut, bevor das Fett rausgearbeitet ist.

💡 Tipp: Das austretende Entenfett kannst du in ein Gläschen abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren – es hält sich wochenlang und schmeckt fürs Bratkartoffelbraten phänomenal.
7
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Butter
  • 40 g Butter
  • 1 EL Butter

Entenbrüste wenden, Thymianzweige und angedrückte Knoblauchzehe in die Pfanne geben. Fleischseite 1–2 Minuten scharf anbraten, dann 1 EL Butter zugeben und die Entenbrüste mehrmals mit dem aromatisierten Bratfett übergießen (arrosieren). Pfanne in den vorgeheizten Ofen schieben und die Entenbrüste 8–10 Minuten nachgaren, bis die Kerntemperatur 60–63 °C erreicht – das ergibt zartes, rosa Fleisch.

💡 Tipp: Ohne Fleischthermometer kannst du die Druckprobe nutzen: Das Fleisch sollte auf leichten Fingerdruck noch leicht nachgeben, aber nicht weich wie rohes Fleisch sein. Zu fest bedeutet durchgegart – und das wäre bei Entenbrust wirklich schade.
8
  • 4 Stück Entenbrust (à ca. 190 g, mit Haut)
  • 1 TL Salz
  • 0.5 TL Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 TL Honig
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Weißer Pfeffer

Entenbrüste aus dem Ofen nehmen und auf einem Rost oder Teller 5–8 Minuten ruhen lassen – in dieser Zeit verteilen sich die Fleischsäfte gleichmäßig und das Fleisch wird beim Anschneiden nicht trocken. Nicht mit Folie abdecken, sonst weicht die knusprige Haut auf. Nutze die Ruhezeit, um den Erdbeer-Jus nochmals aufzuwärmen und mit Honig, Salz und Pfeffer final abzuschmecken.

💡 Tipp: Die Ruhezeit ist kein optionaler Schritt – wer zu früh aufschneidet, verliert den ganzen Fleischsaft auf dem Brett und das Ergebnis ist trockenes Fleisch, obwohl es innen noch rosa aussieht.
9
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Butter
  • 600 g Mairüben (junge Bundrüben)
  • 40 g Butter
  • 4 Stück Kleine Mairüben, halbiert
  • 1 EL Butter
  • 50 ml Gemüsebrühe

Optional: Kleine Mairübenhälften in einer kleinen Pfanne mit 1 EL Butter bei mittlerer Hitze von allen Seiten anschwitzen, bis sie leicht goldbraun sind. Mit 50 ml Gemüsebrühe ablöschen, salzen, Deckel drauf und 8–10 Minuten schmoren. Dann Deckel abnehmen und die Brühe vollständig einkochen lassen, bis die Mairüben glänzend glasiert sind – das dauert nochmal 2–3 Minuten.

💡 Tipp: Diese glasierten Mairüben sind die Krönung beim Anrichten und geben dem Teller eine schöne Dreidimensionalität. Falls du dir den Schritt sparen willst, reicht ein paar frische Erdbeerscheiben als Garnitur vollkommen.
10
  • 600 g Mairüben (junge Bundrüben)
  • 4 Stück Kleine Mairüben, halbiert
  • 4 Stück Erdbeeren (für die Garnitur)
  • 1 Prise Thymianblättchen (für die Garnitur)

Zum Anrichten Mairüben-Püree mit einem Löffel zu einer Nocke oder einem Spiegel auf der Tellermitte formen. Entenbrüste schräg in ca. 1 cm dicke Scheiben aufschneiden und leicht überlappend auf oder neben das Püree legen. Erdbeer-Jus sorgfältig um das Fleisch herum und über einzelne Scheiben träufeln – nicht ertränken, der Jus soll den Teller rahmen, nicht fluten. Glasierte Mairüben, frische Erdbeerscheiben und Thymianblättchen als Garnitur dazugeben.

💡 Tipp: Das schräge Aufschneiden der Entenbrust sorgt für ein attraktives Schnittbild, bei dem die rosa Mitte und die knusprige Haut gleichzeitig zu sehen sind – das ist der Unterschied zwischen einem Alltagsgericht und einem Restaurantteller.
🥄

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📊 Nährwerte pro Portion

520
kcal
Kalorien
38
g
Protein
28
g
Fett
22
g
Kohlenhydrate
4
g
Ballaststoffe

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