Holunderblüten-Kartoffelsuppe mit Speck-Croutons

Diese cremige Kartoffelsuppe bekommt durch Holunderblütensirup eine ganz besondere Frühlingsnote – blumig-süßlich, aber nicht aufdringlich, sondern wunderbar ausbalanciert mit dem herzhaften Speck. In meiner Küche war das Ergebnis genau das, was man an einem frischen Maitag braucht: eine sämige, goldgelbe Suppe, die sich warm und tröstlich anfühlt und gleichzeitig leicht und aromatisch schmeckt. Die knusprigen Speck-Croutons geben bei jedem Löffel einen salzigen Crunch, während das tiefgrüne Schnittlauchöl frische Kräuteraromen bringt und das Gericht optisch richtig schön macht. Perfekt als elegante Vorspeise für Gäste oder als sattmachendes Mittagessen für die Familie – und der Aufwand ist überschaubar.

Vorbereitung
15 Min
🍳
Koch-/Backzeit
30 Min
Gesamt
45 Min
Schwierigkeit
Einfach
👥
Portionen
4 Pers.
👨‍🍳
Redaktionell geprüft von Erik Eggerth · 26.05.2026
JM
Rezept von Julia Meier Chefredakteurin & Rezeptentwicklerin Mehr über unsere Redaktion →
Holunderblüten-Kartoffelsuppe mit Speck-Croutons

🧮 Portionsrechner

4 Portionen

🛒 Zutaten

Suppe

800 g mehlig kochende Kartoffeln
1 Stange Lauch
2 Stück Schalotten
1 Zehen Knoblauch
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
900 ml Gemüsebrühe
200 ml Milch
100 ml Sahne
5 EL Holunderblütensirup
2 EL frische Holunderblüten (optional)
1 Prise Muskatnuss
1 TL Salz
1 TL Pfeffer

Speck-Croutons

120 g Räucherspeck (gewürfelt)
4 Scheiben Bauernbrot oder Sauerteigbrot
2 EL Pflanzenöl

Schnittlauchöl

1 Bund Schnittlauch
4 EL mildes Rapsöl oder Sonnenblumenöl
1 Spritzer Zitronensaft

👨‍🍳 Zubereitung

1
  • 800 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Stück Schalotten
  • 1 Zehen Knoblauch

Kartoffeln schälen und in gleichmäßige Würfel von ca. 2 cm schneiden – so garen sie gleichmäßig. Lauch längs halbieren, gründlich unter fließendem Wasser zwischen den Schichten ausspülen (da sammelt sich oft Erde), dann in feine Ringe schneiden. Schalotten und Knoblauch schälen und fein würfeln.

💡 Tipp: Mehlig kochende Sorten wie 'Bintje' oder 'Adretta' sind hier die richtige Wahl – sie zerfallen beim Kochen fast von selbst und ergeben eine besonders sämige, glatte Suppe ohne Klumpen.
2
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Stück Schalotten
  • 1 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl

Butter und Olivenöl zusammen in einem großen Topf bei mittlerer Hitze (Stufe 5 von 9) erwärmen. Schalotten, Knoblauch und Lauch hineingeben und unter gelegentlichem Rühren 4–5 Minuten andünsten, bis der Lauch weich ist und die Schalotten glasig aussehen. Sie dürfen keine Farbe nehmen – sobald es braun wird, sofort die Hitze reduzieren.

💡 Tipp: Die Butter-Olivenöl-Kombination verhindert, dass die Butter verbrennt, und gibt dem Gemüse gleichzeitig ein schönes rundes Aroma.
3
  • 800 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 900 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Milch

Die Kartoffelwürfel in den Topf geben und 2 Minuten unter Rühren mitdünsten, damit sie etwas Röstaroma aufnehmen. Dann mit der Gemüsebrühe und der Milch ablöschen. Die Flüssigkeit sollte die Kartoffeln gut bedecken – wenn nicht, noch etwas Brühe nachgießen.

💡 Tipp: Wer keinen Alkohol mag, bleibt bei Gemüsebrühe. Wer experimentierfreudig ist: ein kleiner Schuss trockener Weißwein beim Ablöschen macht die Suppe noch aromatischer.
4
  • 800 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 100 ml Sahne

Den Topf mit einem Deckel abdecken und die Suppe bei mittlerer Hitze 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln vollständig weich sind – sie sollen beim Anstechen mit einer Gabel sofort zerfallen. Dann den Herd auf kleine Flamme stellen und die Sahne einrühren.

💡 Tipp: Teste nach 18 Minuten: Wenn eine Gabel ohne Widerstand durch einen Würfel gleitet, sind die Kartoffeln fertig. Zu kurz gegart = die Suppe wird nach dem Pürieren körnig.
5
  • 120 g Räucherspeck (gewürfelt)

Während die Suppe kocht, den Räucherspeck in einer beschichteten Pfanne ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze (Stufe 4–5) langsam knusprig auslassen – das dauert 5–7 Minuten. Der Speck soll gleichmäßig goldbraun und kross werden. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen, das Bratfett in der Pfanne lassen.

💡 Tipp: Nicht zu hohe Hitze! Wer den Speck auf Stufe 8 brät, bekommt verbrannten Speck mit bitterem Rand. Lieber langsam und gleichmäßig – das ist der Unterschied zwischen knusprig und zäh.
6
  • 2 EL Pflanzenöl

Das Brot in Würfel von ca. 1,5 cm schneiden. Im verbliebenen Speckfett in der Pfanne – bei Bedarf noch 1 EL Pflanzenöl dazugeben – die Brotwürfel bei mittlerer bis hoher Hitze (Stufe 6) goldbraun rösten. Das dauert 4–6 Minuten, dabei regelmäßig wenden, damit alle Seiten gleichmäßig Farbe bekommen. Zum Schluss den Speck wieder unterheben und alles zusammen kurz durchschwenken.

💡 Tipp: Brot vom Vortag funktioniert hier besser als frisches – es nimmt das Fett nicht so stark auf und bleibt nach dem Rösten länger knusprig.
7
  • 1 TL Salz
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Für das Schnittlauchöl den Schnittlauch grob schneiden und mit dem milden Öl in ein hohes Rührgefäß geben. Mit dem Stabmixer 30–40 Sekunden auf höchster Stufe pürieren, bis das Öl leuchtend grün ist und die Konsistenz flüssig wie Wasser wirkt. Mit einer Prise Salz und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.

💡 Tipp: Für ein besonders intensiv grünes und aromatisches Öl: Schnittlauch vorher 10 Sekunden in kochendem Wasser blanchieren, sofort in Eiswasser abschrecken und trocken tupfen – so bleibt die Farbe auch nach dem Pürieren knallig grün.
8

Die fertig gegarte Suppe mit dem Stabmixer direkt im Topf fein pürieren – das dauert ca. 60–90 Sekunden. Achte darauf, den Mixer immer unter die Flüssigkeitsoberfläche zu halten, sonst spritzt die heiße Suppe heraus. Die Suppe sollte jetzt cremig und gleichmäßig sein, fast wie flüssiges Kartoffelpüree.

💡 Tipp: Für eine noch seidigere Konsistenz die pürierte Suppe durch ein feines Sieb streichen – das lohnt sich besonders, wenn du Gäste beeindrucken möchtest.
9
  • 5 EL Holunderblütensirup
  • 2 EL frische Holunderblüten (optional)
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer

Die pürierte Suppe mit dem Holunderblütensirup abschmecken – beginnend mit 3 EL, dann weiter nach Geschmack. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Die Holunderblüte soll zu spüren sein, aber nicht dominieren: Die Suppe schmeckt zuerst nach Kartoffel, dann kommt die blumige Note nach. Falls du frische Holunderblüten hast, diese jetzt kurz in die heiße Suppe geben und sofort herausnehmen – nur für den Duft.

💡 Tipp: Wie viel Sirup du brauchst, hängt von der Marke ab – manche sind sehr süß, andere dezenter. Immer in kleinen Schritten zugeben und zwischendurch abschmecken.
10
  • 2 EL frische Holunderblüten (optional)

Die Suppe in vorgewärmte tiefe Teller oder Schalen schöpfen. Speck-Croutons mittig aufhäufen und mit einem Löffel oder einer kleinen Spritzflasche das Schnittlauchöl in feinen Tropfen oder einem dünnen Faden über die Suppe ziehen. Optional ein paar frische Holunderblüten als Garnitur obenauf legen – das sieht auf Anhieb nach Frühling aus.

💡 Tipp: Vorgewärmte Teller verhindern, dass die Suppe zu schnell kalt wird. Einfach kurz mit heißem Wasser ausspülen und trocken schütteln – fertig.
🥄

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📊 Nährwerte pro Portion

390
kcal
Kalorien
11
g
Protein
22
g
Fett
34
g
Kohlenhydrate
4
g
Ballaststoffe

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