Radieschenblatt-Pesto-Rigatoni mit Tomaten

Dieses Pastagericht zeigt, dass Radieschenblätter viel zu schade für den Kompost sind: Das selbst gemachte Pesto aus Radieschengrün schmeckt nussig-würzig mit einem leicht pfeffrigen Kick, der Basilikumpesto locker in den Schatten stellt. Die Rigatoni nehmen das Pesto dank ihrer gerippten Oberfläche perfekt auf und werden durch das stärkehaltige Nudelwasser zu einer seidigen, cremigen Sauce gebunden. Im Ofen verwandeln sich die Kirschtomaten bei 190 °C in karamellisierte, saftige Aromabomben – ihr austretender Saft mischt sich auf dem Teller wunderbar mit dem Pesto. Zerrupfter Büffelmozzarella schmilzt auf der heißen Pasta leicht an und sorgt für cremige Kühle, die das Gericht perfekt ausbalanciert. Schnell genug für einen Wochentag, beeindruckend genug für Gäste – und dabei noch nachhaltig.

Vorbereitung
20 Min
🍳
Koch-/Backzeit
25 Min
Gesamt
45 Min
Schwierigkeit
Einfach
👥
Portionen
4 Pers.
👨‍🍳
Redaktionell geprüft von Erik Eggerth · 26.05.2026
JM
Rezept von Julia Meier Chefredakteurin & Rezeptentwicklerin Mehr über unsere Redaktion →
Radieschenblatt-Pesto-Rigatoni mit Tomaten

🧮 Portionsrechner

4 Portionen

🛒 Zutaten

Pasta & Finish

400 g Rigatoni
250 g Kirschtomaten
2 EL Olivenöl
1 TL brauner Zucker
1 Zehen Knoblauch
1 TL Salz
1 Prise Pfeffer
250 g Büffelmozzarella
1 Handvoll frische Basilikumblätter
20 g Parmesan

Radieschenblatt-Pesto

90 g Radieschenblätter (ca. 2 Bund)
60 g Pinienkerne
50 g Parmesan
90 ml Olivenöl
2 EL Zitronensaft
1 Zehen Knoblauch
0.5 TL Salz

👨‍🍳 Zubereitung

1
  • 90 g Radieschenblätter (ca. 2 Bund)

Trenne die Radieschenblätter von den Radieschen ab und wirf welke, gelbe oder schleimige Stellen direkt weg – nur knackig-grüne Blätter ins Pesto. Wasche die Blätter in einer Schüssel mit reichlich kaltem Wasser, schwenke sie kräftig durch und lass sie danach in einer Salatschleuder richtig trocken schleudern. Feuchte Blätter machen das Pesto wässrig und trennen sich später vom Öl.

💡 Tipp: Falls du keine Salatschleuder hast, die Blätter auf einem sauberen Küchentuch ausbreiten und gut trocken tupfen – Restfeuchtigkeit ist der häufigste Grund für ein zu dünnes Pesto.
2
  • 250 g Kirschtomaten
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL brauner Zucker
  • 1 Zehen Knoblauch
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 90 ml Olivenöl
  • 1 Zehen Knoblauch

Heize den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vor. Gib die Kirschtomaten in eine kleine ofenfeste Form oder auf ein Backblech mit Rand, beträufle sie mit 2 EL Olivenöl, streue braunen Zucker, fein gehackten Knoblauch, Salz und Pfeffer darüber und mische alles mit den Händen kurz durch. Die Tomaten kommen für 20–25 Minuten in den Ofen, bis ihre Schale aufplatzt und der Saft leicht karamellisiert am Boden klebt.

💡 Tipp: Lass die Tomaten ganz – so behalten sie ihren Saft und platzen erst im Ofen auf. Aufgeschnittene Tomaten werden schneller trocken.
3
  • 60 g Pinienkerne

Röste die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze (Stufe 6 von 9) unter ständigem Rühren goldbraun – das dauert etwa 3–4 Minuten. Sobald die ersten Kerne eine hellbraune Farbe annehmen und nussig duften, sofort vom Herd ziehen und auf einem Teller verteilen zum Abkühlen. Die Restwärme der Pfanne reicht sonst aus, um sie zu verbrennen.

💡 Tipp: Pinienkerne verbrennen innerhalb von Sekunden – steh dabei und rühr durch. Im Zweifel lieber etwas heller lassen als zu dunkel: Verbrannte Kerne machen das Pesto bitter.
4
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 20 g Parmesan
  • 90 g Radieschenblätter (ca. 2 Bund)
  • 50 g Parmesan
  • 90 ml Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 0.5 TL Salz

Gib die abgetrockneten Radieschenblätter zusammen mit den abgekühlten Pinienkernen, dem frisch geriebenen Parmesan, der Knoblauchzehe, dem Zitronensaft und dem Salz in einen Mixer oder Zerkleinerer. Püriere alles kurz an, gieße dann bei laufendem Motor das Olivenöl in einem dünnen Strahl dazu und püriere weiter, bis eine leicht stückige, cremige Paste entsteht – ähnlich wie grober Hummus, nicht wie Smoothie. Schmecke mit Salz und Zitronensaft ab.

💡 Tipp: Magst du das Pesto etwas milder, blanchiere die Radieschenblätter vorher 30 Sekunden in kochendem Wasser und schrecke sie sofort in Eiswasser ab – das nimmt etwas von der Schärfe und intensiviert das Grün.
5
  • 400 g Rigatoni

Setze einen großen Topf mit mindestens 3–4 Litern Wasser auf, salze es kräftig (das Wasser soll leicht salzig schmecken, nicht fade) und bringe es zum Kochen. Gib die Rigatoni ins sprudelnd kochende Wasser und koche sie nach Packungsangabe al dente – meist 10–12 Minuten. Vor dem Abgießen unbedingt eine Tasse (ca. 150–200 ml) Nudelwasser abschöpfen und beiseite stellen.

💡 Tipp: Das Nudelwasser ist der geheime Binder für die Pestosauce: Die gelöste Stärke emulgiert das Öl des Pestos und macht die Sauce seidig-cremig statt fettig. Wirf es auf keinen Fall weg.
6
  • 400 g Rigatoni

Gieße die Rigatoni ab und gib sie sofort zurück in den noch warmen Topf. Löffle das gesamte Radieschenblatt-Pesto dazu und hebe es mit einer Zange oder zwei Löffeln unter, sodass alle Rigatoni gleichmäßig bedeckt sind. Gieße dann schluckweise das aufgefangene Nudelwasser dazu und rühre nach jeder Portion kurz durch, bis die Sauce cremig und glänzend an der Pasta haftet – nicht suppig.

💡 Tipp: Fang mit 4–5 EL Nudelwasser an und arbeite dich vor. Zu viel auf einmal macht die Sauce dünn; dann hilft nur noch kurzes Erhitzen auf dem Herd unter Rühren.
7
  • 400 g Rigatoni
  • 250 g Kirschtomaten
  • 250 g Büffelmozzarella

Verteile die cremigen Pesto-Rigatoni auf vier tiefe Teller. Hol die Kirschtomaten aus dem Ofen und löffle sie mitsamt dem karamellisierten Tomatensaft und Öl aus der Form großzügig über die Pasta. Zerpflücke den Büffelmozzarella grob mit den Händen in Stücke von unterschiedlicher Größe und lege sie auf die heiße Pasta, damit er leicht anschmelzen kann.

💡 Tipp: Den Mozzarella erst ganz am Ende und so kurz vor dem Servieren wie möglich auflegen – er soll cremig und leicht warm sein, aber nicht vollständig schmelzen und gummiartig werden.
8
  • 1 Handvoll frische Basilikumblätter
  • 20 g Parmesan
  • 50 g Parmesan

Streue frische Basilikumblätter über die Teller und reibe nach Wunsch noch etwas Parmesan oder Pecorino darüber. Serviere die Pasta sofort – Pesto-Gerichte warten nicht gerne, da das Pesto beim Stehen einzieht und die Pasta klebrig wird.

💡 Tipp: Ein dünner Faden hochwertiges Olivenöl als Finish über dem fertigen Teller macht optisch und geschmacklich einen deutlichen Unterschied – probier es aus.
🥄

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📊 Nährwerte pro Portion

750
kcal
Kalorien
27
g
Protein
40
g
Fett
75
g
Kohlenhydrate
6
g
Ballaststoffe

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