Rhabarberkompott-Grieß-Auflauf mit Vanillesauce

Dieser Grießauflauf ist das, was Oma früher als Sonntagsessen auf den Tisch gestellt hätte – locker durch Eischnee, saftig durch Quark und mit einer fruchtig-säuerlichen Rhabarberschicht, die beim Backen leicht karamellisiert. Die Kombination aus warmem, goldenem Auflauf und seidig-cremiger Vanillesauce ist ein echter Seelenwärmer, der Frühling auf dem Teller sichtbar macht. Rhabarber bringt seine typische Säure mit, die durch Zucker und Vanille sanft abgerundet wird und wunderbar mit der milden Süße der Grießmasse harmoniert. Das Rezept braucht etwas Koordination – Kompott, Grießbrei, Eischnee und Sauce wollen alle ihre Zeit – aber das Ergebnis entschädigt vollständig. Ideal als Hauptgericht für ein entspanntes Familienessen oder als großzügiges Dessert für Gäste.

Vorbereitung
30 Min
🍳
Koch-/Backzeit
40 Min
Gesamt
1 Std 10 Min
Schwierigkeit
Normal
👥
Portionen
4 Pers.
👨‍🍳
Redaktionell geprüft von Julia Meier · 26.05.2026
AH
Rezept von Anna Hofmann Redakteurin Backen & Ernährung Mehr über unsere Redaktion →
Rhabarberkompott-Grieß-Auflauf mit Vanillesauce

🧮 Portionsrechner

4 Portionen

🛒 Zutaten

Rhabarberkompott

500 g Rhabarber
80 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 EL Zitronensaft
1 EL Speisestärke

Grießauflauf-Masse

500 ml Milch
1 Prise Salz
80 g Weichweizengrieß
80 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Stück Eier
250 g Magerquark
40 g Butter

Vanillesauce

500 ml Milch
1 Stück Vanilleschote
2 Stück Eigelb
40 g Zucker
1 TL Speisestärke

👨‍🍳 Zubereitung

1
  • 500 g Rhabarber
  • 40 g Butter

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Auflaufform (ca. 20 × 30 cm) großzügig mit weicher Butter ausstreichen. Rhabarber putzen, die Schale bei dicken, faserigen Stangen dünn abziehen und die Stangen in gleichmäßige 1–2 cm Stücke schneiden – so garen sie später gleichmäßig durch.

💡 Tipp: Junge, dünne Rhabarberstangen brauchen keine Schale. Bei älteren, dicken Stangen lohnt sich das Abziehen, da die Schale faserig bleibt und sich im Kompott unangenehm anfühlt.
2
  • 500 g Rhabarber
  • 80 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL Speisestärke
  • 80 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 40 g Zucker

Rhabarber, Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft zusammen mit 50 ml Wasser in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Anschließend etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis der Rhabarber weich ist, aber die Stücke noch ihre Form halten. Speisestärke mit 2–3 EL kaltem Wasser glatt rühren, in das Kompott einrühren, einmal kurz aufkochen und vom Herd nehmen – das Kompott bindet leicht und verliert seine Wässrigkeit.

💡 Tipp: Das Kompott darf ruhig noch leicht bissfest sein – es gart im Auflauf noch weiter nach. Wer es intensiver mag, kann eine Messerspitze gemahlene Vanille dazugeben.
3
  • 80 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 500 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 80 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 500 ml Milch
  • 40 g Zucker

Für die Grießmasse die Milch zusammen mit Vanillezucker und einer Prise Salz in einem mittelgroßen Topf aufkochen. Den Grieß und den Zucker in einem gleichmäßigen Strahl unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen einrieseln lassen. Die Masse einmal kurz aufkochen und dann bei sehr niedriger Hitze unter gelegentlichem Rühren 8–10 Minuten quellen lassen, bis ein dicker, zähflüssiger Brei entsteht, der sich vom Topfboden löst.

💡 Tipp: Hier wird oft zu früh aufgehört zu rühren – wer den Grieß ansitzen lässt, bekommt Klümpchen. Lieber durchgängig bewegen und die Hitze wirklich klein halten.
4
  • 250 g Magerquark
  • 40 g Butter

Den Grießbrei vom Herd nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen – er sollte handwarm sein, nicht mehr dampfend heiß. Die weiche Butter cremig in den Brei einrühren, dann Eigelbe und Magerquark dazugeben und alles mit einem Schneebesen zu einer homogenen, glatten Masse verarbeiten. Der Quark macht die spätere Konsistenz saftig und gibt dem Auflauf einen leicht frischen Geschmack.

💡 Tipp: Wer keinen Magerquark hat, kann auch Sahnequark nehmen – dann wird der Auflauf noch cremiger, aber auch etwas mächtiger. Die Nährwerte verschieben sich entsprechend.
5
  • 1 Prise Salz

Die drei Eiweiße mit einer sauberen Prise Salz in einer fettfreien Schüssel mit dem Handmixer auf höchster Stufe steif schlagen – das dauert 2–3 Minuten und der Eischnee ist fertig, wenn er glänzt und beim Umdrehen der Schüssel nicht herausfällt. Den Eischnee in drei Portionen vorsichtig mit einem Teigschaber unter die Grießmasse heben, dabei von unten nach oben schwenken, um die Luft zu erhalten.

💡 Tipp: Auf keinen Fall den Mixer verwenden, um den Eischnee unterzumischen – das zerstört alle Luft und der Auflauf bleibt flach und kompakt statt locker aufzugehen.
6

Die Hälfte der Grießmasse in die gebutterte Auflaufform füllen und mit dem Teigschaber gleichmäßig glattstreichen. Das abgekühlte Rhabarberkompott mit einem Löffel gleichmäßig darauf verteilen, dabei einen kleinen Rand frei lassen. Die restliche Grießmasse darüber geben und behutsam glattstreichen, ohne das Kompott zu verdrücken.

💡 Tipp: Das Kompott sollte nicht mehr heiß sein, wenn es auf die Grießmasse kommt – sonst beginnt die Masse darunter zu stocken, bevor der Auflauf im Ofen ist.
7

Den Auflauf auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen (180 °C) schieben und 35–40 Minuten backen, bis er deutlich aufgegangen ist und die Oberfläche eine gleichmäßige, goldbraune Farbe angenommen hat. Der Auflauf sollte in der Mitte nicht mehr flüssig zittern, wenn man die Form leicht anstößt – dann ist er durch.

💡 Tipp: Falls die Oberfläche nach 25 Minuten schon zu dunkel wird, locker ein Stück Backpapier darüberlegen. Den Ofen dabei nicht öffnen und wieder schließen – der Auflauf fällt sonst zusammen.
8
  • 500 ml Milch
  • 500 ml Milch
  • 1 Stück Vanilleschote

Während der Auflauf bäckt, die Vanillesauce zubereiten: Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark mit dem Messerrücken herausschaben und zusammen mit der Schote in die Milch geben. Milch aufkochen, Topf vom Herd nehmen und 5 Minuten ziehen lassen, damit sich das Vanillearoma vollständig löst.

💡 Tipp: Die ausgekratzte Vanilleschote danach nicht wegwerfen – in ein Glas Zucker legen und nach einer Woche hat man Vanillezucker, der nach echter Vanille duftet.
9
  • 80 g Zucker
  • 1 EL Speisestärke
  • 80 g Zucker
  • 2 Stück Eigelb
  • 40 g Zucker
  • 1 TL Speisestärke

Eigelbe, Zucker und Speisestärke in einer Schüssel mit dem Schneebesen cremig-hell verrühren. Etwa 4–5 EL der heißen Vanillemilch unter Rühren zur Eigelbmasse gießen (dieses Angleichen verhindert, dass das Eigelb gerinnt), dann alles zurück in den Topf mit der restlichen Vanillemilch geben. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Sauce spürbar andickt – sie sollte die Konsistenz einer leicht fließenden, seidigen Creme haben, kein Köcheln.

💡 Tipp: Sobald die Sauce eindickt, sofort vom Herd – wer sie kochen lässt, riskiert Eierflocken. Falls das passiert: Sauce durch ein feines Sieb streichen, das rettet sie meistens noch.
10

Den fertigen Grießauflauf aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten in der Form ruhen lassen, bevor du ihn in Stücke schneidest – er stabilisiert sich dabei etwas. In tiefe Teller oder Schalen portionieren und mit reichlich warmer Vanillesauce übergießen. Wer mag, bestäubt die Stücke noch mit etwas Puderzucker oder streut geröstete Mandelblättchen darüber.

💡 Tipp: Reste lassen sich abgedeckt im Kühlschrank 1–2 Tage aufbewahren und im Ofen bei 160 °C in 10 Minuten wieder aufwärmen. Die Vanillesauce separat aufwärmen und dabei wieder rühren.
🥄

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📊 Nährwerte pro Portion

575
kcal
Kalorien
21
g
Protein
23
g
Fett
68
g
Kohlenhydrate
2
g
Ballaststoffe

Nährwerte sind Richtwerte. Prüfe alle Zutaten auf eigene Allergien und Unverträglichkeiten.